Montag, 7. April 2014

21.03 Eine Segel-Spritz-Tour im Hafen von Wellington

Freitag, 21. März 2014

In den Tag rein leben, bummeln, einkaufen... und meine Ticket für die Pazifik-Reise abholen - das steht heut Vormittag an. Dann fahre ich zu einem Aussichtspunkt auf den Mt Viktoria. Von hier oben gibt es einen wunderschönen, weitreichenden Rundblick und man kann die' Faultline' (die Stellen wo die australische und pazifische Erdplatte zusammenkommen) gut erkennen und tiefe Erdbebenrisse an mehreren Hängen der gegenüberliegenden Berge sind sichtbar. Der Wind weht eiskalt. Ich erfahre später beim Segeln, dass der Wind heut, direkt aus der Antarktis kommt, d. h. ungebremst (es gibt keine Hindernisse) in den Hafen von Wellington reinbläst.
Um 2pm ist mein Segeltörn. Ich bin die Einzige, die Sonne scheint und der Wind bläst mit 5-6Bft und es anders als überall sonst 5-6Bft sind. Ich bekomme eine kurze Einweisung mit Powerpoint von Simon dem Skipper (damit ich auch weiß was zu tun ist falls er selbst über Board geht- seine Worte, grrr..) und meine Segelkleidung- Hose, Jacke und Schwimmweste. Simon meint wir werden alle Händevoll zu tun haben und Nasswerden- 'draußen tobt der Bär'. Das stimmt! Nur mit der Einschränkung, dass ich alle Hände voll zu tun habe, denn Simon hält das Steuer und gibt Kommandos. Kurz nach ablegen turne ich bei extremer Schräglage vorne auf dem Segelboot rum. Vorsegel, Großsegel Hochziehen, die Segel über die Winsch bedienen etc. Mir peitschen die Wellen ins Gesicht, der Wind ist eiskalt aber es macht sehr viel Spaß. Da ich die einzige Mitseglerin bin, kann ich mir aussuchen wo es hingehen soll und ich möchte quer durch den Hafen bzw in die einzelnen Buchten. 2Stunden sind schnell rum und wir fahren wieder rein. Ich hab wieder alle Hände voll zu tun.... Nach diesem wunderschönen Nachmittag mache ich mich auf den Weg gen Norden entlang schöner Küstenstreifen. Zum ersten Mal seit langem stehe ich in einem Stau - fast 1Stunde auf den Highway Nr 1.  ich fahre eine Umgehung über verschiedene Küstenstreifen. Hier sieht es überall aus wie bei uns auf den Inseln- lange, breite Sandstrände und breites Dünen-Hinterland, sehr schön und ganz anders als das, was ich bisher gesehen habe. Beim Autofahren werde ich müde, so dass es Zeit wird ein Nachtquartier aufzusuchen. In dem unbedeutenden Ort 'Lenvy' finde ich einen 'Holiday Park' Campingplatz...

 

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