Samstag, 31.August 2013
Ankunft in Shanghai morgens um 7h am Hauptbahnhof und Fahrt zum Faehranleger.
Boarding time ist früh morgens, alles ein bisschen undurchsichtig aber irgendwie findet man ja immer seinen Weg. Auf dem Schiff haben wir eine 4-Bett 1.Klasse Kabine zu dritt. Es ist alles prima ausgestattet. Es gibt sogar TV, nur leider verstehen wir nichts :-( . Die Duschen haben einen tollen "Massagestrahl", bisher der 2t-Beste seit Reisebeginn, nach meiner Unterkunft in Peking. Toiletten gibt es, außer Stehtoiletten, auch im Western-style. Ich erfahre, dass man in Japan bei den Stehtoiletten andersherum steht, mit dem Kopf zur Wand ... wieder mal was Neues.
Es sind nicht viele Passagiere an Board aber sehr internationales Publikum. Ich lerne Tom aus NYC kennen, der in Shanghai lebt und arbeitet, Judy, eine Schweizerin, die häufig beruflich in Shanghai zu tun hat. Von ihr erfahre ich das die Shanghaier stolz sind auf ihre Wolkenbilder, dass es in Shanghai immer wärmer ist als in Peking, dass es jetzt 7 Stunden (nicht wie in China 6) Zeitunterschied sind, dass die Chinesen die Japaner nicht mögen und umgekehrt (Japaner schauen herrabfällig auf die Chinesen), dass die Japaner, aus Sicherheitsgründen ständig Körpertemperaturen bei Touristen messen (durch bestimmte Vorrichtungen durch die man gehen muss) und dass jetzt Taifunzeit ist und sie dadurch schon kürzlich nicht abfliegen konnte, da dann immer alles gesperrt wird. Dann lerne ich noch einen älteren Herrn aus Tokyo kennen (Kommunikation aber schwierig) und einige von 27 jungen Mädchen, die in Japan in die Berge wandern. Außerdem sind da Matthew und Natascha aus Australien/Sydney mit denen ich einige Mahlzeiten verbringe.
Nach einer sonnigen und ruhigen Hafenfahrt aus Shanghai (ca. 4 Stunden) mit schöner Uferkulisse, verändert sich das Wetter. Wind und Wellen kommen auf und je mehr wir uns vom Land entfernen, desto heftiger ... Taifunausläufer !!!Von 48 Stunden Fährfahrt haben wir über 20 Stunden Monsterwellen und Sturm. Das Schiff schaukelt heftigst und es ist echt gruselig. Ich habe Angst seekrank zu werden und esse und trinke nichts. Die Nacht ist der schaurig ... ich schlafe kaum! Im Bett wird man hin und her gerollt. Vielen Leuten in den Nachbarkabinen wird übel, man kann es hören... Nachts stehe ich auf und gehe an Deck. Wellen peitschen laut gegen die Schiffswand und spritzen aufs Deck. Der Wind ist so stark, dass ich gar nicht atmen kann (so, als wenn man bei einem schnellen Zug den Kopf aus dem Fenster hält). Ich wanke, die ganzen Korridore ausnutzend, zurück in die Kabine. Beten! ... kann jetzt nicht schaden!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen