Mittwoch, 21. August 2013

Zeit zum Denken und erstes Fazit

Montag, 5. August 2013

Nun sind wir mehr als 4500 km von Moskau entfernt, noch immer in Russland und es hat sich viel verändert. Eben ein unfassbar großes und vielfältiges Land. Nach all dem Prunk und Reichtum in Moskau, den sauberen müllfreien Straßen ohne streunende Hunde und Katzen erleben wir in Sibirien häufig durch Armut und Einfachheit geprägte Gegenden. Während es in Moskau Cafés gibt, vor denen Mercedes S-Klasse, Lamborghini, Ferrari und Maserati parken und in den S-Klassen nur die Security für die wirklich teuren Autos sitzten, sind die Leute hier froh überhaupt ein Transportmittel zu haben (oft schlechte Busse, alte Autos).
Mir wird einmal mehr bewusst, dass auch die Transibirische Eisenbahn, mit der wir reisen, ein ganz normales Transportmittel für die Einheimischen ist. Für uns ist es etwas besonderes, aber sie haben oft keine andere Möglichkeit als viele Tage mit dem Zug nach Hause zu fahren.

Ein paar Dinge, die ganz Russland gemeinsam hat ...


  • Russland, das Land der Highheels und der zahlreichen, auffällig schlanken, hübschen und toll gekleideten Frauen (zumindest solange sie noch nicht verheirat sind und noch keine Kinder haben- und fast alle Frauen hier bekommen sehr jung Nachwuchs!). Wir schauen uns häufig nach ihnen um, die russischen Männer jedoch nie!!! 
  • Die Herren der Schöpfung jedoch fallen auf durch wenig smartes Aussehen, häufig bierbäuchig und fast immer mit Jogginghose (kurz oder lang) und Trägershirt bekleidet ... ach ja ... und noch die Badelatschen ... im schlimmsten Fall mit Socken (das kommt nicht selten vor).
  • Sich vehement vorzudrängeln und so tun als ob nichts wäre ist eine nationale Auffälligkeit - uns nervt es enorm!
  • In ganz Russland sind Schilder, Beschriftungen etc. nur in kyrillischer Schrift (zum Glück kann ich viele entziffen - dank meiner Griechischkenntnisse - und Judith spricht etwas polnisch... das hilft uns auch oft weiter)
  • Es gibt fast keine englischsprechenden Russen
  • Die Straßen von Moskau ist auffällig sauber, kein Müll, nichts liegt rum aber auch keine Hunden u Katzen (weder Streunende noch Haustiere). Je weiter östlicher man fährt, desto negativer ist jedoch diese Entwicklung
  • Offizielle, Angestellte etc. sind extrem unfreundlich und ungefällig, aber ansonsten ist die Bevölkerung sehr nett, freundlich und kommunikativ
  • Großes nationales Problem (in unseren Augen) ist das ständige Spucken, tief hochgeholt (total ekelig), egal ob jung oder alt, ob Männlein oder Weiblein. Manchmal direkt vor die Füße und man muss auf zack sein schnell weg zu ziehen. Wir haben erfahren, dass es dazu dient, die bösen Geister, die sich in der Kehle befinden, loszuwerden.
  • Picknicken, zu jeder Zeit an jedem Ort, mit den tollsten Schlemmereien. Das beherrschen die Russen perfekt



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