Sonntag, 20. Oktober 2013

20.9. Abfahrt von Shangai nach Hangzhou

Freitag, 20.September 2013
Entspannte Zugfahrt von Shanghai nach Hangzhou (24 Stunden im Softsleeper-Abteil)

19.9. Shanghai - Mond- bzw Mittherbstfest

Donnerstag, 19. September 2013
In China ist der September-Vollmond, ein besonderer Tag. Es ist der Tag des Mond- bzw Mittherbstfestes. Dieses Fest wird traditionell am 15.Tag des achten Mondmonats des alten chinesischen Kalenders gefeiert. Neben den fantastischen und zahlreichen Laternen, die an diesem Tag ueberall angebracht werden, ist das Fest durch eine Spezialitaet bekannt, dem Mondkuchen. Dies ist ein Gebaeck, salzig oder suess gefuellt, und hat ca. 10cm im Durchmesser und ist 5cm hoch.
Ich mache nochmal einen Spaziergang durch die Strassen, die innerhalb der Rundstrasse um die Altstadt liegen und genieße das Flair. Danach gehe ich ins Teehaus und besichtige den wunderschoenen Yugarten. Im Anschluss fahre ich mit dem Taxi ins Hilton, wo man im Shanghai Express schnell und gut essen kann. Hier treffe ich auf Lukas und Michael, zwei Studenten aus Rheinland-Pfalz. Anschließend spazieren wir noch vorbei an den kolonialzeitlichen Arbeitervierteln, die z.T. unter Denkmalschutz stehen. 
Dann trennen sich unsere Wege und ich gehe ins Kaufhaus Nr 1 und in den Freundschaftsladen. Dieser ist gut bestückt und der Besuch ist interessant. 
Ein Highlight ist der  'Perl Tower' bei Sonnenuntergang mit einem grandiosen Blick aus der Höhe auf die Stadt, aber die Warteschlange ist endlos... 
Die Stadt ist proppe voll - ganz China ist auf den Beinen.
Ein grosses Feuerwerwerk an/auf dem Fluss rundet diesen besonderen Tag ab. 
Bei Kaffee und Eis lasse ich den Tag ausklingen und nehme mir dann ein Taxi zum Hotel.





Samstag, 19. Oktober 2013

18.9. Shanghai

Mittwoch, 18. September 2013
Nach dem Frühstück und einer ersten Orientierungsphase treffe ich im Aufzug einen jungen Thailänder, der mir den Weg zur U-Bahn und in die Stadt zeigt. Ich arbeite mich durch zum YuGarden lerne Chen, ein Shanghaier, kennen, der seiner Cousine (aus Peking) die Stadt zeigt. Wir gehen dann ca. 3 Std gemeinsam: Teezeremonie, Yugarten, Bummel durch die Altstadt, essen Dumblings -eine Art gefüllte Teigtaschen- in einer 'einheimischenl' Lokalität (gut und sehr günstig) und spazieren über den Bund - die Uferpromenade. Dann 'time to say goodbye'. 
Abends habe ich mich für eine Bootsfahrt auf dem Huangpu-River angemeldet und es geht um 9pm los, dann ist es schon dunkel und alles ist fantastisch an- und beleuchtet. Knapp 2 Stunden dauert die Fahrt. Besonders schön ist der beleuchtete 'Oriental Pearl Tower' und der 'Bund', die Uferperomenade, mit den kunstvoll ausgeleuchteten und angestrahlten Kolonialfassaden. 
Auf dem Boot sprechen mich Lucy und Karen an. Sie kommen aus New Zealand. Wir verbringen eine lustige Zeit auf dem Schiff und gehen danach noch etwas trinken. Lucy ist eine Chinesin, kennt sich hier aus, und sagt dem Taxifahrer wo wir hin wollen- in ein Night-Life-viertel, 'NewWorld' genannt. Irgendwann gegen 2am fahren wir nach Hause. Zuvor tauschen wir noch Adressen aus, denn wir wollen uns in NZ wiedertreffen. 



Grosse Umstellung und Wiedereingewoehnung

An Japan hatte ich mich prima gewöhnt, ein fantastisches Land! Jetzt heißt es 'sich wieder umgewöhnen' in vielfacher Hinsicht (wird mir schwer fallen, denn Japan ist nicht zu toppen!!!): Zeitumstellung (wieder 6 Stunden), nicht so überschwänglich freundliche  Menschen, wilde, laute und permanente Klingel- und Hupkonzerte von Fahrrad- und Autofahrern auf den Strassen, Polizisten, die ununterbrochen ihre Trillerpfeife whisteln, offenbar ohne viel Autorität, zumindest ohne große Wirkung, den Verkehr zu regeln - jeder tut, was er will: Chinesische Freude am Lärm! Zudem Gedrängel und Geschubse in öffentlichen Verkehrsmitteln und ständiges Vorpfuschen an Schaltern etc. , fast immer belegte Sitzplätze in  U-Bahnen u Türen, die immer so spät aufgehen, dass man denkt, sie gehen gar nicht mehr auf (aber das war auch schon in der U-Bahn in Peking so). Auf den Rolltreppen heißt es wieder 'rechts steht und links geht' und überhaupt muss man auf den Straßen wieder mehr aufpassen, denn es ist Rechtsverkehr. Allgemein gibt es mehr Armut und alles  ist ungepflegter und schmuddeliger (z. B. laufen Männer mit, bis zur Brust hochgezogenen T-Shirts umher, wenn es heiß ist, und lassen ihre, oft nicht ansehnlichen Bäuche raushängen) , permanent spuckt irgend ein Chinese auf den Boden ( der sich gerade von bösen Geistern befreien möchte) und/oder jemand popeln ungeniert in allen möglichen Ritzen. Kleinkinder werden häufig in aller Öffentlichkeit zum pinkeln irgendwo drüber gehalten, z. B. in Blumentöpfe oder, wenn sie etwas größer sind, urinieren sie mitten auf den Bürgersteig- und die Erwachsenen kümmern sich gar nicht oder finden es witzig. 
Alles ist lang nicht so perfekt organisiert und technisiert wie in Japan, z. B. sind  Internetverbindungen oft langsam oder Seiten sind gar nicht zugängig und/oder gesperrt, z.B. Facebook oder Blogseiten!). Zudem funktioniert das GPS-System in China nicht.

 Tip! China VOR Japan bereisen!

.... ABER... auch China hat seine Reize!!! Vielleicht gerade deshalb weil alles eher 'casual' .

17.9. Flug nach Shanghai - wieder in China

Mittwoch, 17. September 2013
Flug von Fukuoka nach Shanghai, 1 Stunde, 40 Minuten. Ich hatte mein Taschenmesser versehentlich im Handgepäck gelassen, aber selbst dafür haben die Japaner eine Lösung parat. Das Messer kommt in einen mittelgroßen Karton, welcher im Regal liegt und fix zusammengefalten wird, kommt wieder zum CheckIn Schalter und wird dort separat aufgegeben.Später dreht das Päckchen dann, mit dem Koffer, seine Runden auf dem Fließband!!! Alles Weitere hat auch prima geklappt: tolles Wetter, super Flug, leckeres Essen. Mit dem Taxi  fahre ich dann ins Hotel Holiday-Inn Shanghai.
Ich nutze die verbleibenden Abendstunden in Shanghai mit einem Spaziergang auf dem 'Bund', die lange Uferpromenade, gegenüber dem Wirtschaftsviertel Pudong am westlichen Ufer des Huangpu-Flusses (sie wurde in Vorbereitung auf die Expo 2010 neu gestaltet und ist 2,6 km lang).
Dann moechte ich noch was essen gehen...
Ein Abendessen im 8. Stock des Friedenshotels (Heping Fandian) verspricht beste Gaumenfreuden interessante Architektur (auch die Toiletten). Der ehemalige Ballsaal, seinerzeit das Feinste, was es in China gab!
In der weltbekannten alten Hotelbar, spielt taeglich von 7.30pm bis 11pm die weltberuehmte Shanghai Heping Fandian Old-Jazz-Band. Die Musiker, deren Durchschnittsalter bei mittlerweile 70 Jahren liegt, packen um 11pm abrupt ein und eine andere Band uebernimmt.

16.-.18.9. Fukuoka/ Hiroshima

Montag, 16. September 2013
Ich stehe früh auf, da mir gerne den 'Peace Memorial Park' in Hiroshima anschauen möchte. Dieser liegt ca. 1 Std mit dem Zug entfernt. 
Das Wetter könnte besser nicht sein, strahlend blauer Himmel und schön warm. Am Info-Center hol ich mir einen Stadtplan, nehme die Tram Nr.2 und bin schon bald da. Der 'Atomic Dome Park' ist unglaublich beeindruckend und das Museum noch mehr emotional-bewegend und traurig. Wie schon im Reiseführer vorhergesagt, kann ich mir Tränen nicht unterdrücken … aber das geht nicht nur mir so! Als wir aus dem Museum rausgehen herrscht bei allen bedrückende Stille... Ein Spaziergang tut jetzt gut - und so kommt es, dass ich am Flussufer ein schönes Restaurant entdecke, das  Spezialitäten aus Hiroshima anbietet, Austern!!! Dafür bin ich natürlich gleich zu haben und bekomme nach 15 Minuten Wartezeit auch schon einen Tisch. Köstlich!!!
Auf dem Weg zur Tram Nr.2 komme ich an einer Station für Hafenrundfahrten vorbei, dachte ich zumindest, und erkundige mich was es kostet. Die Frau am Schalter spricht überhaupt kein Englisch, aber sie schreibt mir Preis und Zeit auf und macht mir gestikulierend verständlich, dass ich, wenn ich wollte, schnell einsteigen sollte. Da ich gut in der Zeit liege will ich mir die Bootstour noch gönnen. Ok, unverhofft kommt oft, und Zack!!!! sitze ich in einem kleinen Boot (es sieht kaum anders aus als die Boote mit denen ich bisher Hafenrundfahrten gemacht habe. Ich wundere mich das wir leicht abgekapselt im Rumpf sitzen und frage, ob ich auch an Deck kann. Irgendwie versteht der Steward mich dann und zeigt auf die Uhr und meint kurz. Häähhh???? Irgendwie kommt mir das komisch vor. Ich suche jemanden an Board der besser Englisch spricht  als der Steward und erfahre in Bruchstücken, dass wir auf dem Weg zur Insel Miyajima sind, dort, wo es den 'Schwimmende Schrein' gibt (eines der meistfotografiertesten Plätze in Japan) und die Fahrt nur ein One-Way-Ticket ist (das Boot fährt auch nicht zurück)... ich frage mich, und dann auch die Anderen wie man zurückkommt. Viele übernachten dort. Das Boot entpuppt sich zu einer Art Luftkissenboot und in Windeseile sind wir aus dem Hafen raus und cruisen gen Hoher See mit dem Ziel Miyajima Island (die Touri-Insel, sehr schön). Auf der Insel angekommen erkundige ich mich gleich nach einer Rückfahrt. Eine Stunde später geht eine Fähre zum Hiroshima-Port und dann von dort nochmal 1Stunde mit dem Zug zum Hiroshima-Bahnhof. Puhhhh! Bin erst um 20h dort und erfahre dann, dass die Züge nicht, oder mit viel Verspätung fahren, da der Taifun ziemlich stark wütet. Mit fast 100Minuten Verspätung fährt der Zug dann doch. Nach weiteren 2 Stunden (Zug/Subway/Taxi) komm
ich dann endlich im Hostel an. Ein langer, aber toller Tag mit vielen Erlebnissen …

13.-16.9. Izu Peninsula/ Shimoda/ Kisami


"Ernest-House"  (Insider Tipp aus "LonelyPlanet", die Bibel....)
Hab es klasse angetroffen im "Ernest House" ein Guesthouse - sehr international, freundlich und mal wieder perfekter Service. Fuehl mich gleichwohl - coole Surfer-Athmosphaere"


Bistro, Sitz-und Grillbereich


"Ernest House" - Innenbereich


Fantastisches Fruehstueck
Morgens um 7h bekommt man ein Koerbchen vor die Zimmertuer gestellt und wenn man wach wird und fruehstuecken moechte, nimmt man sich das Koerbchen und geht in die Bar/ auf die Terrasse oder an den Pool - wo immer man sitzen moechte. Es fehlt natuerlich an nichts - ist fast schon unheimlich!!! Hier ein Tuetchen, da ein Paeckchen - immer ist an Alles gedacht.



Tsunami-Hinweisschilder
Im ganzen Ort sind Schilder aufgestellt und man weiss immer, wieviel Meter man sich ueber dem Meeresspiegel befindet. Auch die Laufwege zur naechst hoeher gelegenen Stelle sind ausgeschildert.
Am ersten Tag fahr ich erstmal alle Wege mit dem Fahrrad ab...damit ich auch weiss wohin ich laufen muss ... man kann ja nie wissen ;))


Schon "Ernest Hemmingway" wusste wie man es sich gut gehen lassen konnte - er hatte sich hierzu ein schoenes Fleckchen Erde ausgesucht ...!!!



Ich lerne Marrietta und Jeanett aus Holland kennen und wir machen zusammen einen Surfkurs

Unser Surflehrer Hiraku mit seiner kleinen Tochter
Hiraku freut sich schon auf den angekuendigten Taifun zum Surfen und erzaehlt mir von den Narben und Wunden (und zeigt sie mir) die er sich bei Stuerzen durch das Brett oder die Finne zugezogen hat... na ja denn...  


Seine Surfschule  "Pink Mafia" 




Verdientes Abendessen
Nach dem anstrengenden Tag - Jeanett hat sich eine blutige Nase mit Prellung zugezogen als das Brett ihr entgegenkam :((( - sind wir Hiraku's Restaurant-Empfehlung gefolgt. Bestes Essen!!! ... nur spricht das Besitzerpaerchen kein Wort Englisch. 
Jeanett, unser Sprachgenie!!! hat es aber, mit Hilfe einer SprachApp, geschafft was tolles auf den Tisch zu zaubern!!!



Abschied :(((
Leider muessen Marietta und Jeanette abreisen, somit mach ich mich allein auf den Weg. Ich lasse es ruhig angehen, denn ich hab einen starken Muskelkater. Wind und Welle haben zugelegt und es ist herrlich dem Treiben auf dem Wasser zuzuschauen. Ganze Surfersiedlungen entstehen mit Campern ... 



Auf der Suche nach einem "Onsen"
Ich entschliesse mich ein "Onsen" aufzusuchen, so bezeichnet man in Japan die heissen Quellen (es gibt ueber 3000 in ganz Japan) - wohl das Beste gegen meinen Muskelkater. 
2 Straende weiter soll es ein Hotel mit einem Onsen hoch auf dem Berg mit fantastischem Ausblick geben. Ich mach mich auf den Weg ...  


...am Strand entlang geht es 2x durch Tunnelsysteme (eine sehr elegante Loesung, dann man brauch man nicht den Umweg ueber die Strasse)
Die langen Gaenge sind durchgaenigig beleuchtet und haben Entspannungs-Nichen!!!


"Mein Onsen", hoch auf dem Berg ... fantastisch!!!


...ein Bad befindet sich in einem hergerichtetem alten Segelboot



Gruselige Begegnung!!!
Nach knapp 3 Stunden gehe ich zurueck ... es wird schon dunkel. Die Bruecke ueber einen kleinen Bachlauf der ins Meer fliesst, gibt es auf einmal nicht mehr!? Sie ist abgebaut. Ich denke mir, macht ja nichts, dann geh ich eben durchs Wasser...
Kaum an dem Felsen angelangt wo vorher noch die Bruecke auflag, kommen mir unzaehlig, schnell huschende Tiere entgegen. Ich denke zuerst es sind Ratten oder Maeuse ... nein es sind Riesenkrabben!!! Sie bewegen sich in einem Wahnsinnstempo. Ich schreie auf und hab Angst - die Viehcher sind mir unheimlich. Ich bin umgeben von ihnen, bestimmt 30-40-50 Stueck!!! Weiss gar nicht wo ich hin laufen soll!!!!???
Ich renne runter zum Meer... irgendwann hab ich die Viehcher abgehaengt...


Cocktailparty
Abends gehe ich zu einer Cocktailparty, zu der mich Yumi und Dave eingeladen haben (ein japanisch-englisches Paerchen in meinem Alter). Wir haben schon am Abend zuvor, als noch Jeanette und Marietta da waren, in einer grossen Gruppe zusammengesessen (viele Englaender und Amerikaner, mit ihren japanischen Frauen).
Dave spricht akzentfrei Deutsch, was mir gleich aufgefallen ist. Es stellt sich heraus, dass er, in den 80er Jahren, 2 Jahre in Duesseldorf gelebt hat, um die dt Sprache zu erlernen. Dort hat er auch Yumi im Japan-Town (uebrigens das Einzige in Deutschland) kennengelernt. Wir tauschen uns ueber viele gemeinsame Orte aus und er erzaehlt mir, dass er auch oefter in Goettingen! war, da sein Sohn dort studiert hat ... klein ist die Welt!


Sonntag, 16. September 2013


9am Abfahrt nach Fukuoka, 8Std Zug Richtung Süden, aber dass mach ich ja gerne... Yumi, von der Cocktailparty, meinte schon am Vorabend ich sollte früh abreisen, da starker Taifun angesagt ist, und dann würden keine öffentlichen Verkehrsmittel fahren. Ich hab Glück und komm gerade noch los bevor alles gesperrt wird. Sehe aber vom Zug aus schon starkes Unwetter im Anmarsch, aber ich eile dem Unwetter voraus und bin dann, nach 8 Stunden weit davon entfernt. Ich erfahre am nächsten Tag, dass große Landesteile in Mitteljapan überschwemmt und vielerorts starke Sturmschäden entstanden sind. In Fukuoka ist alles friedlich und tolles Wetter. Ich finde ein schönes Hostel vor (ist mit den Unterkünften ja manchmal auch so ne Glücksache) und die Vermieter sind unglaublich nett, sodass wir am Abend noch eine Weile zusammensitzen. Dabei ist auch ein Franzose, der außer Englisch und Französisch auch noch Japanisch spricht, was die Kommunikation stark vereinfacht.