Sonntag, 17. November 2013

23.10. Traumhafte Kayaktour - Halong Bay - 2. Tag

Mittwoch, 23. Oktober 2013

5.30am Tai Chi an Deck mit Lucky Hill (freiwillig, aber das moechet ich mir nicht entgehen lassen)
5.45am Sonnenaufgang, Gaensehautfeeling pur!!!





Nach dem Fruehstueck - wieder excellent!!! -  wird unsere Gruppe geteilt, da ja 5 uns laenger bleiben. Wir Laengerbleibenden steigen in ein Tagesschiff um, lassen aber unser Gepaeck an Bord.







Nun beginnt ein traumhafter Tag - die Kayaktour bei fantastischem Wetter durch Bilderbuchlandschaften und mit toller Truppe und Guide!!! 

Floating Village
Wir sehen 2 von 4-en, die noch in der Halong Bay existieren. Insgesamt leben hier noch 3000 Menschen dauerhaft (auch in der Regenzeit/ Taifun-Saison).
In einem Floating Village gibt es Tempel, Versorgungsschiffe (die zwischen Festland und Village hin und her pendeln)  Verwaltungsgebaede, Krankenstation und Schule (es gab auch Zeiten da mussten die Kinder zur Schule schwimmen!!!)

Verwaltungsgebaeude



Fischer

Ein weiteres Floating Village


Versorgungsschiff - Suesswasser



Schule (unteres Bild)




Kayaktour - simply a dream!!!!


 Unser Tagestourschiff



Winzige Bergloecher ... wir muessen uns durchschlaengeln





 
Wieder ein winziges Bergloch durchrudern ... Geschafft!!!





Traumhafte Straende



Austernfabrik









Unser 2. Gottenbesuch
Durch den Hoehleneingang kamen wir nur gebueckt bzw kriechend



Am anderen Ende der Hoehle ein traumhafter Brackwassersee mit Blick auf Monkey Mountain (wir wollen aber nicht dort rueber, weil die Affen oft aggressiv sind und Menschen anspringen)







Gegen Abend geht es wieder aufs Ursprungsschiff zurueck. Hier haben mittlerweile andere Reisende eingecheckt (aus Amerika, Vietnam, Kanada und Irland), die wieder nur 1 Nacht/2 Tage bleiben und somit mit uns zusammen die Rueckreise morgen antreten werden.
Wir schliessen wieder tolle Bekanntschaften. U.a. lerne ich Derek kennen, einen Irlaender der allein unterwegs ist. Wir beide bereisen fast dieselbe Suedostasienroute - aber in entgegensetzter Richtung. Somit gibt es viel zu erzaehlen und wir sitzen noch lange an Deck - Derek bei Barcadi/Cola und ich bei Bier ...

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22.10. Halong Bay - 1. Tag


Dienstag, 22. Oktober 2013

7.30am Fruehstueck.
Drei Kanadierinnen am Frühstückstisch erzählen von dem letztem Zyklon, der an der Kueste gewuetet hat und dass sie zu dieser Zeit in einem Zug entlang der Küste saßen. Sie haben fuer eine Strecke die sonst 4 Stunden dauert 40Stunden gebraucht!!! Der Schaffner stieg alle paar Minuten aus und ging vor dem Zug auf den Schienen her, um zu inspizieren, ob sie befahrbar sind und ggf. um Sturmgut von den Schienen zu ziehen. Freunde von ihnen waren zur selben Zeit in Hue und bei ihnen ist das Dach vom Hotel wegeflogen ... alles spannende Geschichten! Gut dass ich hier in Hanoi geblieben bin und heut erst los fahre.
Dafuer werde ich jetzt 2 Ausflugstouren kurzfristig hintereinander durchfuehren, da auch das Wetter fuer die naechste Zeit bestens vorausgesagt ist.

Abschied von dem Golden-Legend-Staff :(((
...sie waren sooo suess und sympatisch!!!



  
Mit das beste Fruehstueck bisher!!!



8.30am werde ich vom Hotel abgeholt und wir fahren mit 14 Leuten im Bus Richtung Halong Bay. Die Fahrt dauert 4 Stunden. Es sind zwar nur 180km aber die Strassen sind grottenschlecht.
Wir haben einen witzigen Guide - ein richtiger Entertainer, der sehr gut Englisch spricht aber sehr schwer zu verstehen ist. Wir erhalten viele Infos und wenn man sich konzentriert kann man das Ein oder Andere verstehen.
Wir machen einen Stopp in einer riesigen Handwerksfabrik (Lager-und Verkaufshalle). Happy Hill, so nennt sich unser Guide, erzählt, dass die Amis diese Hallen
als Wiedergutmachung nach dem Vietnamkrieg gebaut haben, um die Bevoelkerung zu unterstuetzen. Der Erloes der verkauften Gegenstaende geht an Krankenhaeuser und Einrichtung fuer Kinder.










Wir erreichen Halong Bay um 12.30pm und checken in unsere Dschunke ein. Wir sind eine bunt zusammengewuerfelte Truppe: Anne und Jaco aus Finnland, Cornelia und Clemens  aus Wuerzburg, Claudia und Birgit aus Frankfurt und Emilie und Natalie aus Frankreich in London lebend und noch 2 Paerchen aus Malaysia und Australien
Nach dem Mittagessen besichtigen wir in die Grotte und haben danach Zeit fuer Strand und Wandern auf einem "Zuckerberg" (Sonnenuntergang). Danach fahrt zum Ankerplatz und chillen :)))


Unsere Dschunke




 



Meine Kabine - ein Traum ... auf Meereshoehe














 Grottenbesichtigung






 ...die Attraktion der Grotte  :))))








Nach einem fantastischen 4-Gaenge Abendessen - wir werden die ganze Zeit bestens verwoehnt! - ist Karaoke angesagt oder einfach nur an Deck liegen und "starwatching".
Karaoke ist zwar nicht so mein Ding, hat aber trotzdem Spass gemacht.
10.30pm Nachruhe und dann lasse wir den Abend an Deck ausklingen.








21.10. Hanoi - Tolle Begegnungen, die meine Reise so 'special' machen

Montag, 21. Oktober, 2013
Bevor ich weitertoure will ich heute noch zur Post ein Paeckchen aufgeben. Es hat sich wieder mal viel  in meinem Koffer angesammelt, was ich aber nicht wegschmeissen will. Es ist mittlerweile das dritte Paket, das ich verschicke (1 in China, 1 in Japan u nun dieses hier, kostet jedesmal ca. 30-40€/5kg und dauert 4-8 Wochen). Vorab besorge ich noch ein paar kleine und leichte Souvenirs für die Daheimgebliebenen.  
Das Postgebäude ist ein riesiges Gebäude im Vergleich zu allen anderen Häusern in Hanoi. Die Eingangshalle ist saalgroß und menschenleer. Ich werde freundlich von einem gut-englischsprechenden vietnamesischen  Postbeamten in Empfang genommen. Er geleitet mich zu einem großen Glastisch und von nun an verläuft alles sehr unkompliziert, extrem schnell und er wuselt um mich herum. Er holt 2 Papiere die ausfüllen muss, nur das Wesentliche (meint alles nicht so wichtig?). Er hilft mir dabei, setzt sich neben mich. Nimmt mein Paket u geht zum Schalter wiegen. Meint mein Karton sei nicht stabil genug, holt einen riesigen Neuen, schneidet ihn zurecht, holt Klebeband und Schere, packt meine Sachen alle geschickt um (hab noch 3 Bücher und bin mir unsicher, ob nicht zu schwer, er meint, alles rein ist gut, selber Preis), verzurrt und verklebt... Zack Zack - alles fertig. Zettel drauf, bezahlen,  Kreditkarte.. Geht nicht, nur Bares ist Wahres - und weg ist das Paket. Er sagt noch in 2-3 Monaten ist Paket da, Ooohhh, denk ich... und weg ist er. Echt cooles Prozedere, naja noch sind die Sachen nicht da ... in Japan hat das Paeckchenaufgeben ca. 30 Minuten und in China fast 90 Minuten gedauert, hier knapp 10 Min.)
Auf der anderen Seite des Glastisches sitzt ein Vietnamese der alles und mich beobachtet hat. Dann redet und redet er auf mich ein, versteh kein Wort, nicke immer... Er zeigt auf sich, Postbeamten, mich Fenster ... weiss nicht was er will ???
Dann zeigt er auf sich und macht mit der einen Hand eine '5' und und mit der Anderen ein '0'. (Ich bin mittlerweile schon gewohnt, dass man in Suedostaseien schnell indiskrete Fragen stellt - und hab mich dran gewoehnt).
Denke mir also er will mir zeigen wie alt er ist (Asiaten sehen immer viel juenger aus, als sie in Wirklichkeit sind) und wissen wie alt ich bin. Ich mache die selben Handzeichen. Dann steht er auf reicht mit Hand u wir müssen lachen, lachen und nochmal lachen. Er laesst meine Hand nicht mehr los und wir koennen nicht mehr aufhoeren zu lassen ... total witzige Situation ... Mittlerweile schauen die Leute in der Posthalle uns an und wir stehen immer noch da und lachen ud er schuettelt und haelt meine Hand. So was hab ich noch nicht erlebt. Irgendwann dann hoeren wir auf zu lachen und er laesst mich los und ich geh langsam raus, schau mich noch ein paar mal um und er steht noch immer da und lacht und winkt, total niedlich. 
Noch ganz benommen von der amuesanten Begegnung geh ich raus und steh auf einmal mitten auf einer riesigen Kreuzung und komm nicht vor und zurueck - eingekesselt von Autos, Bussen und gefuehlten 1000 Motorscootern. Ploetzlich sehe ich hinter mir noch 4 Leute und wir bleiben dicht zusammengedraengt in der Mitte stehen. Sie geben mir zu verstehen eng zusammen zu bleiben und uns gemeinsam langsam ueber die Strasse zu schieben. Auf der anderen Seite angekommen stellen sie sich mir als vietnamesische Studentinnen vor bzw ist auch ihr belgischer Freund, Bob, dabei. Wir kommen ins Gespraech und sie fragen mich ob ich Lust haette mit einen Kaffeetrinken zu kommen - in einem traditionell-vietnamesischen Cafe. Ich hab nichts vor und schliesse mich ihnen an. Durch verwinkelte, schmale Hinterhoefe und winzigen Treppenhausern gelangen wir in ein uriges Cafe ... und siehe da, mit Blick auf den Westsee!
Spezialitaet des Hauses ist ein Kaffee mit Ei und als sie mich fragen mich was ich trinken will sag ich ...Dasselbe wie ihr auch ... und bin gespannt...!
Bob sagt mir dieser Kaffee sei sehr maechtig und dann braeuchte ich kein Mittagessen mehr?! Die Bestellung laesst auf sich warten... doch dann ist es soweit ... Der Kaffee... auf ihm trohnt ein rohes, mit Zucker aufgeschlagenes Ei!!! So hab ich mir das NICHT vorgestellt. Ich esse in Deutschland keine rohen Eier und dann jetzt hier??? Ich sage Bob, dass ich Bedenken wegen Salmonellen habe und er meint ..kein Problem.. er haette es auch schon 3x getrunken.
Oje, bitte nicht hier und jetzt eine Salmonellenvergiftung - im tiefen Vietnam... Bilder und Gedanken gehen mir durch den Kopf... aber ich glaub da muss ich jetzt durch ...
... ich koste und es schmeckt koestlich (so wie, als wenn man eine Kuchenteigschuessel ausschleckert) ... ich versuche alle Bedenken beiseite zu schieben und zu geniessen, Yum!

Thuz und Mai sind Sprachstudentinnen und Nhan studiert Betriebswissenschaft, Bob ist mit Nhan verheiratet und lebt seit 1 Jahr in Hanoi und hat die Zelte in Belgien abgebrochen. Er ist hier auf Arbeitssuche und moecht als Englischleher unterkommen. Er erzaehlt, dass ich hier sofort einen Job finden wuerde ... weil ich die Kriterien fuer einen "Nicht-Asiaten" erfuelle und blond bin und blaue Augen habe ... dann kriegt man sofort einen Job?! Oje, gibts das noch??? Naja wenn alle Stricke in Deutschland reissen, weiss ich ja wo ich was finde.

Thuz und Mai, Bob und Nhan und ich in einem traditionellen-vietnamesischen Cafe
Spezialitaet: Vietnamesischer Kaffee mit aufgeschlagenem, rohem Ei
Vietnam ist uebrigens nach Brasilien der 2t-groesste Kaffeeproduzent auf der Welt!!!